Bayernrundschau

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Bayernrundschau

Übertragung des 6-mal jährlich erscheinenden Tonträgers

Eine Zeitschrift des BBSB für hör-/sehbehinderte Menschen und MitarbeiterInnen des BBSB

Nr. 5, September 2026

Redaktion: Jutta Winter

(Die Übertragung in Schriftform besorgt Dr. Aleksander Pavkovic)

Der Punktschriftausdruck ist für hör-/sehbehinderte Mitglieder des BBSB kostenfrei. MitarbeiterInnen erhalten den Schwarzschrifttext digital.

Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund e.V.

Arnulfstraße 22, 80335 München

Telefon: (089) 55988-0, Telefax: (089) 55988-266

E-Mail: info@bbsb.org, Internet: www.bbsb.org

Anschrift der Redaktion:

Jutta Winter

Mainstr. 7

91052 Erlangen

Telefon: (09131) 39274

E-Mail: jw.erl@t-online.de

Liebe Leserinnen und Leser,

ich begrüße Sie ganz herzlich zur Bayernrundschau im September 2026. Ich hoffe, Sie können trotz der teilweise sehr hohen Temperaturen in diesem Sommer auf schöne Urlaubs- und Ferientage zurückblicken. Diese Ausgabe beginnt wie immer mit dem Bericht aus dem Landesvorstand. Sie hören das Mitgliederrundschreiben des BBSB 2026. Auch das 40-jährige BIT-Jubiläum wird wieder ein Thema sein. Es gibt auch wieder interessante Veranstaltungshinweise und vieles mehr.

Sie lesen Interviews, Berichte und Informationen, Stand: 9. August 2026.

Aus dem Landesvorstand

Am Telefon der Bayernrundschau war diesmal Christian Scherm, Landesgeschäftsführer Finanzen und Administration. Seinen Bericht hat uns Herr Scherm in Textform zur Verfügung gestellt, diesen fügen wir hier ein:

Scherm: Grüß Gott zusammen, liebe Hörerinnen und Hörer der Bayernrundschau und Hallo Frau Winter!

Ich freue mich sehr, dass ich heute wieder hier sein darf und über ein paar aktuelle Themen aus der letzten Landesausschusssitzung berichten kann.

Zuerst zu den Finanzen:

Die Landesausschusssitzung im Juli dieses Jahres fand im AURA-HOTEL in Saulgrub statt. In dieser Sitzung wurden viele Themen besprochen und verabschiedet. Ein Punkt war die Entgegennahme und Beschlussfassung des sog. BBSB-Gesamtabschlusses für das Jahr 2025. Das vergangene Jahr war ein recht gutes Jahr für den BBSB!

Wir hatten einen Überschuss von gut 900.000 €. Wir werden nun das Geld für zukünftige Projekte und nicht so erfolgreiche Jahre zurücklegen.

Bei den Einnahmen hatten wir in der Summe ca. 14,5 Mio. € zu verzeichnen, hiervon gute 8 Mio. € an Bruttomiete durch unsere Häuserverwaltung. Für unseren Gedächtnisfonds können wir beispielsweise 1,2 Mio. € hieraus verwenden. Dieser vereinsinterne Teilhabefonds ist die finanzielle Basis für die Sozial- und Rechtsberatung und für die Arbeit der Referate. Übrigens haben die Mieteinnahmen einen Anteil von ca. 60 % (also gut die Hälfte) an den gesamten Einnahmen und sind von zentraler Bedeutung für den Verein.

Auch erhielten wir im letzten Jahr Zuschüsse von über 2 Mio. €, z. B. für die ambulanten Reha-Dienste, für das BIT-Zentrum und für die EUTB. Ja – und dann hatten wir noch Spenden von über 500.000 €, was ein guter Wert für den BBSB ist!

Allen Spendern sage ich an dieser Stelle recht herzlichen Dank! Und zu guter Letzt gab es noch Erbschaften und Nachlässe im Jahr 2025 von rund 1 Mio. €. Insbesondere ein Vermächtnis mit 300.000 € bescherte uns am Jahresende dieses gute Ergebnis.

Dann zu den Ausgaben im letzten Jahr:

In der Gesamtsumme waren es ca. 13,6 Mio. €. Hiervon waren rund 1 Mio. € an unmittelbaren Leistungen für blinde und sehbehinderte Menschen, z. B. 270.000 € für das sogenannte Erholungsbudget für das AURA-HOTEL in Saulgrub, unsere 100-prozentige Tochter.

Dann für berufsbezogene Aktivitäten und Referate über 200.000 €. Für Ausflüge und Veranstaltungen der 10 Bezirksgruppen wurden rund 300.000 € aufgewendet. Was gab es sonst noch für Ausgaben im Jahr 2025? Der Personalaufwand betrug rund 40 % der Ausgaben. Hierin enthalten sind z. B. die Sozial- und Rechtsberatung mit fünf Standorten. Zudem 10 Blickpunkt-Auge-Beratungsstellen und an jedem Standort einen ambulanten sozialen Reha-Dienst.

Auch die Hilfsmittelberatungen in München (für Südbayern) und Nürnberg (für Nordbayern) sind im Personalaufwand berücksichtigt. Die Beratung hilft bei der Auswahl an Hilfsmitteln für den Alltag und im Berufsleben. Und natürlich auch das BIT-Zentrum mit seinen Beschäftigten ist hierin enthalten.

Bei den Sachausgaben ist die größte Position die Instandhaltung für unsere Immobilien mit rund 2,4 Mio. € im Jahr 2025. Dadurch bleiben unsere Immobilien in einem gut vermietbaren Zustand. Fazit: Immobilien bringen nicht nur Geld, sondern kosten auch ganz schön Geld!

Nun komme ich zum Ende: Zur Erinnerung, wir hatten im vergangenen Jahr einen Jahresüberschuss von über 900.000 €. Dieses Geld wird nun in Rücklagen eingestellt um für zukünftige Jahre gut aufgestellt zu sein: sei es nun für Projekte oder für nicht so erfolgreiche Jahre – in Bezug auf die Finanzen natürlich. Einen kompakten 4-seitigen Finanzbericht enthält unser Geschäftsbericht für das Jahr 2025, unter Kapitel 14. Gerne mal nachlesen.

Ja, Stichwort Geschäftsbericht: Dieser hatte für das Jahr 2025 ganze 124 Seiten. Inhaltlich standen 2025 erneut die Schwerpunktthemen Barrierefreiheit, Bildung, die Arbeitsmarktpolitik und die Situation älterer Menschen im Mittelpunkt. Zugleich wurde der Blick nach innen gerichtet: Wie zum Beispiel gewinnen wir neue Mitglieder? Wie sichern wir gute Beratung? Die Entwicklung neuer Unterstützungsangebote für ältere Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit war von zentraler Bedeutung. Viele Menschen benötigen ja Begleitung im Alltag, für Arztbesuche oder Besorgungen. Gemeinsam arbeitet der BBSB an Lösungen, die sowohl in Städten als auch im ländlichen Raum umsetzbar sind.

Diese Themen und noch viel mehr erhalten Sie in kompakten Kapiteln für das Jahr 2025 im Geschäftsbericht. Mein Tipp: nicht von vorne nach hinten lesen, sondern einfach „reingreifen“ und los lesen!

Zurück zum Inhalt: All dies wäre nicht möglich ohne die Menschen, die den BBSB tragen: nämlich unsere Mitglieder, Kolleginnen und Kollegen, Ehrenamtlichen, Förderer und schließlich auch unsere Kooperationspartner. Ihnen gilt unser herzlicher Dank.

Ein besonderes Highlight aus dem Jahr 2025 blieb mir noch in Erinnerung. Fabian Sattich wurde im April letzten Jahres durch die bayerische Staatsministerin Ulrike Scharf mit der Bayerischen Staatsmedaille für besondere Verdienste ausgezeichnet. Damit wurde sein langjähriger unermüdlicher Einsatz für blinde und sehbehinderte Menschen gewürdigt. Ich durfte Herrn Sattich und seine Familie zu diesem Termin begleiten.

Vielen Dank und alles Gute!

Mitgliederrundschreiben 2026

Am 20. Juli haben Sie das Mitgliederrundschreiben 2026 erhalten. Wie immer hören bzw. lesen Sie den Text auch in der Bayernrundschau.

München, 20. Juli 2026

Gemeinsam informiert und verbunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund e. V. lebt vom Austausch, von gegenseitiger Unterstützung und von Menschen, die sich mit großem Engagement für blinde und sehbehinderte Menschen einsetzen. Mit unserem diesjährigen Rundschreiben möchten wir Sie wieder über aktuelle Entwicklungen, wichtige Themen und besondere Projekte informieren.

Dabei zeigt sich einmal mehr, wie vielfältig unsere Arbeit ist: von barrierefreier Information über berufliche Teilhabe bis hin zu moderner Technik und unabhängigen Informationsangeboten. Gleichzeitig leben viele dieser Projekte davon, dass Menschen sich einbringen, unterstützen und gemeinsam Verantwortung übernehmen.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre und bedanken uns herzlich für Ihre Verbundenheit mit dem BBSB e. V.

1. Ein besonderes Jubiläum: 40 Jahre BIT-Zentrum

Am 1. Juli 1986 nahm das damalige Medienzentrum des BBSB e. V. seine Arbeit auf. Heute – 40 Jahre später – ist daraus ein modernes Zentrum für Beratung, Information und Textservice geworden: unser BIT-Zentrum.

Seit vier Jahrzehnten arbeiten dort blinde, sehbehinderte und sehende Mitarbeitende erfolgreich Hand in Hand. Gemeinsam verfolgen sie ein Ziel: Informationen für alle Menschen zugänglich zu machen – unabhängig davon, ob jemand gut, schlecht oder gar nicht sehen kann.

Zum Angebot gehören heute unter anderem Brailleschrift, Hörbücher, Großdruck, tastbare Abbildungen, barrierefreie Dateien, Karten aus dem 3D-Druck sowie der bewährte BIT-Teleservice. Besonders wichtig war dabei immer der Gedanke, individuelle und alltagstaugliche Lösungen anzubieten – nicht standardisierte Angebote, sondern genau die Formate, die Menschen wirklich benötigen.

Auch die Audiodeskription in Deutschland wurde durch Ideen und Entwicklungen aus dem BIT-Zentrum entscheidend mitgeprägt. Was damals mit viel Kreativität und Engagement begann, ist heute aus Kino, Fernsehen, Theater und Sportveranstaltungen kaum mehr wegzudenken.

Mit dem digitalen Wandel hat sich auch das BIT-Zentrum stetig weiterentwickelt. Barrierefreie digitale Medien – besonders barrierefreie PDFs –, technische Beratung sowie Unterstützung bei Smartphone, PC und Internet sind heute wichtiger denn je.

Das Jubiläum ist deshalb nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch ein Zeichen dafür, wie wichtig Innovation, Verlässlichkeit und gemeinschaftliches Engagement für die Zukunft bleiben.

2. DBSV-Inform stellt um: Von der CD zum Online-Angebot

Viele tausend Menschen nutzen bereits DBSV-Inform – das gemeinsame Informationsangebot des DBSV und seiner Landesvereine. Nun wird das Angebot modernisiert und zunehmend auf eine flexible Online-Nutzung umgestellt.

Leider ist diese Umstellung notwendig, da es wegen der bevorstehenden Abschaffung der CD-ROM weltweit kaum noch CD-Rohlinge und CD-Laufwerke zu kaufen gibt.

Mit DBSV-Inform Online steht künftig eine kostenfreie und komfortable Alternative zur bisherigen CD-Version zur Verfügung. Das Angebot kann direkt im Browser sowie über Apps für iOS und Android genutzt werden: https://www.dbsv.org/dbsv-inform-online.html

Damit der Umstieg möglichst einfach gelingt, wurde ein kompaktes Informationspaket zusammengestellt. Dieses enthält:

eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einrichtung,

Informationen zur Abmeldung der CD-Version,

eine Audiodatei mit Erläuterungen sowie

ein barrierefreies PDF mit weiteren Hinweisen.

Unser gemeinsames Ziel ist es, möglichst viele Nutzerinnen und Nutzer beim Wechsel zum neuen Angebot zu unterstützen und den Übergang verständlich und unkompliziert zu gestalten.

Für Rückfragen und individuelle Unterstützung steht Ihnen Frau Lisa Mümmler zur Verfügung: E-Mail l.muemmler@dbsv.org, Telefon 030 285387-179.

Übrigens: Auch unser Podcast „Bayernrundschau“ ist Teil von DBSV-Inform. Alle zwei Monate erscheint eine neue Ausgabe, die Hintergrundberichte, Interviews, sowie Wissenswertes aus Bayern und darüber hinaus liefert.

3. Berufliche Teilhabe stärken

Für blinde und sehbehinderte Menschen bedeutet Arbeit weit mehr als nur Einkommen. Berufliche Tätigkeit schafft Selbstbestimmung, gesellschaftliche Teilhabe und Anerkennung.

Trotz guter Ausbildung und hoher Motivation erleben viele Betroffene jedoch weiterhin erhebliche Hürden beim Zugang zum Arbeitsmarkt. Fehlende Barrierefreiheit, technische Hindernisse und Vorurteile erschweren häufig die berufliche Integration.

Deshalb setzt sich der BBSB e. V. weiterhin mit Nachdruck für bessere Rahmenbedingungen ein. Unsere Forderungen sind klar: barrierefreie Arbeitsplätze in Unternehmen und Behörden, faire Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Der BBSB e. V. kämpft deshalb für echte berufliche Teilhabe und fordert:

barrierefreie Arbeitsplätze in Unternehmen und Behörden,

faire Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt statt Ausgrenzung,

mehr Unterstützung und Aufklärung für Arbeitgeber, damit Inklusion selbstverständlich wird.

Denn Arbeit bedeutet Selbstbestimmung, gesellschaftliche Teilhabe und Zukunftsperspektiven – auch für blinde und sehbehinderte Menschen. Das Positionspapier des BBSB e. V. stellen wir zum Anhören über den BIT-Teleservice unter der Telefonnummer 089 14377399 unter Auswahlmenü Punkt 7, Aktuelles aus der Verbandspolitik, für Sie bereit.

4. Gemeinsam Chancen eröffnen: Praktikumsplätze gesucht

Der Einstieg in die Arbeitswelt beginnt häufig schon während der Schulzeit. Praktika ermöglichen jungen Menschen wichtige Erfahrungen und erste Einblicke in berufliche Abläufe.

Für blinde und sehbehinderte Schülerinnen und Schüler wird die Suche nach geeigneten Praktikumsplätzen jedoch zunehmend schwieriger. Frühere Strukturen wie große Staatsbetriebe oder klassische sogenannte „Blindenberufe“ sind weitgehend verschwunden.

Viele Betroffene erleben deshalb schon früh, wie schwierig es sein kann, praktische Erfahrungen zu sammeln und Kontakte in die Arbeitswelt aufzubauen.

Umso wichtiger ist es, dass möglichst viele Menschen bereit sind, junge Menschen zu unterstützen. Oft genügt bereits ein einzelner Praktikumstag, um wertvolle Einblicke zu ermöglichen und Perspektiven zu eröffnen.

Praktikantinnen und Praktikanten bringen Motivation, neue Sichtweisen und Lernbereitschaft mit. Gleichzeitig profitieren auch Unternehmen und Einrichtungen davon, Erfahrungen mit gelebter Inklusion zu sammeln. Deshalb unsere herzliche Bitte:

Wenn Sie Möglichkeiten für Praktikumsplätze kennen oder selbst Unterstützung anbieten können, melden Sie sich bitte bei Herrn Dr. A. Pavkovic per E-Mail unter aleksander.pavkovic@bbsb.org oder telefonisch unter der Telefonnummer 089 55988-339. Jeder einzelne Beitrag hilft dabei, Teilhabe und berufliche Chancen ganz konkret zu verbessern.

5. Unterstützen Sie unseren Podcast „Sightviews“

Digitale Technik und moderne Hilfsmittel eröffnen blinden und sehbehinderten Menschen heutzutage viele neue Möglichkeiten im Alltag. Damit diese Chancen genutzt werden können, braucht es jedoch verständliche, unabhängige und praxisnahe Informationen.

Genau dafür steht der Podcast „Sightviews“. Initiator und Host Christian Stahlberg, Referent Elektronische Hilfsmittel für blinde Menschen beim BBSB e. V., informiert regelmäßig über barrierefreie Technik, hilfreiche Assistenzsysteme und aktuelle Entwicklungen rund um digitale Teilhabe. Im Mittelpunkt stehen Interviews, Messeberichte von der SightCity in Frankfurt sowie Produkttests und Gespräche mit Fachleuten.

Besonders wertvoll ist der praktische Ansatz des Podcasts: Statt Werbung oder pauschaler Empfehlungen erhalten Hörerinnen und Hörer ehrliche Einschätzungen zu Stärken, Schwächen und sinnvollen Einsatzmöglichkeiten verschiedener Hilfsmittel. So unterstützt Sightviews Menschen dabei, die Technik zu finden, die wirklich zu ihren individuellen Bedürfnissen passt.

Wichtig ist dabei auch die Unabhängigkeit des Projekts. Sightviews arbeitet bewusst werbefrei und verzichtet auf bezahlte Produktempfehlungen. Gerade deshalb ist das Angebot auf Unterstützung angewiesen.

Wir bitten deshalb herzlich um Spenden zur Unterstützung des Podcasts. Mit Ihrer Hilfe kann Sightviews auch künftig unabhängige Informationen, Produkttests und Berichte zur digitalen Barrierefreiheit bereitstellen.

Der Podcast ist online unter www.sightviews.de und in Podcast-APPs verfügbar. Zusätzlich kann eine jährliche Doppel-DAISY-CD mit allen Beiträgen über unser BIT-Zentrum bezogen werden.

Unsere IBAN: DE71 3702 0500 0007 8317 01. Bitte geben Sie das Stichwort „Rundschreiben“ an oder nutzen Sie den beigefügten Überweisungsträger. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

So kommen Sie direkt zum Online-Spendenformular: https://bbsb.org/mitmachen-und-unterstuetzen/spenden/spendenformular

6. Vorsicht bei sogenannten „Blindenwaren“

Immer wieder berichten Mitglieder von Telefonanrufen, Internetangeboten oder Haustürgeschäften, bei denen sogenannte „Blindenwaren“ verkauft werden. Dabei bleibt häufig unklar, ob die angebotenen Produkte tatsächlich aus anerkannten Blindenwerkstätten stammen.

Deshalb empfehlen wir, sich vor einem Kauf genau über die Herkunft der Produkte zu informieren.

Verlässliche Auskünfte erhalten Interessierte unter anderem beim Bundesverband staatlich anerkannter Blindenwerkstätten e. V.

Wer sich durch unerwünschte Werbeanrufe oder unseriöse Angebote belästigt fühlt, kann dies bei der Bundesnetzagentur melden.

Ein bewusster und informierter Umgang hilft dabei, seriöse Angebote zu erkennen und gleichzeitig Einrichtungen zu unterstützen, die tatsächlich wertvolle Arbeit für blinde und sehbehinderte Menschen leisten.

Und zu guter Letzt …

Die Themen dieses Rundschreibens zeigen, wie wichtig Zusammenhalt, Engagement und gegenseitige Unterstützung bleiben. Ob barrierefreie Informationen, berufliche Chancen, technische Teilhabe oder unabhängige Beratung – all dies gelingt nur, wenn viele Menschen gemeinsam daran mitwirken.

Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung, Ihre Ideen und Ihre Verbundenheit mit dem Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund e. V. Gemeinsam können wir weiterhin viel bewegen und die Lebenssituation blinder und sehbehinderter Menschen nachhaltig verbessern.

Für die kommenden Wochen wünschen wir Ihnen alles Gute, Gesundheit und viele positive Begegnungen.

Mit herzlichen Grüßen

Judith Faltl, Landesvorsitzende Dr. Stefan Insam, Stv. LandesvorsitzenderSteffen Erzgraber, Landesgeschäftsführer Verbands- und SozialpolitikChristian Scherm, Landesgeschäftsführer Finanzen und Administration

PS: Dem Schwarzschriftexemplar dieses Rundschreibens liegen ein Überweisungsträger sowie ein Bestellcoupon mit Rückantwortkuvert bei. Mit dem Bestellcoupon können Sie kostenlos Informationen zum Angebot unseres Beratungs-, Informations- und Textservice-Zentrums (BIT), das aktuelle Programm des AURA-HOTELs Saulgrub sowie Informationen zum Vererben (Erbschaftsbroschüre) anfordern.

Hilfsmittelausstellungen im Herbst 2026

Hilfsmittelausstellung in Nordbayern

Ich übergebe das Mikrofon an Christina Zapf, Hilfsmittelberatung Nordbayern.

Christina Zapf: Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, liebe Leserinnen und Leser. Im Namen der Hilfsmittelberatung Nordbayern und der Blickpunkt-Auge-Beratungsstelle der Bezirksgruppe Mittelfranken möchte ich Sie recht herzlich zu unserer nächsten Hilfsmittelausstellung einladen. Die kommende Herbst-Hilfsmittelausstellung findet am Samstag, den 17. Oktober 2026, von 10:00 bis 16:00 Uhr, wie gewohnt in den Räumen der Bezirksgruppe Mittelfranken des Bayerischen Blinden- und Seebehindertenbundes am Bahnhofsplatz 6 in Nürnberg statt.

Bei dieser Ausstellung bieten wir ein breites Angebot von sehbehinderten- und blindenspezifischen Hilfsmitteln, über Hörbücher, Reiseangebote und Alltagshilfen bis hin zu Braillezeilen und Schulungsangebote für Apple-Geräte an. Die folgenden Aussteller stehen für Sie zur Verfügung: Apfel-Fleger, das AURA-HOTEL, die Bayerische Hörbücherei, BBTF, Hedo, das Landeshilfsmittelzentrum (LHZ), Optik Henze, Optelec und ProTak. Neben den genannten Ausstellern dürfen Sie sich auch auf spannende Vorträge mit einer jeweiligen Länge von ca. 30 Minuten freuen. Um 10:30 Uhr referiert Christian Stahlberg über Künstliche Intelligenz (KI), einfach und leicht bedienbar. Um 13:00 Uhr bietet das Landeshilfsmittelzentrum eine Demo-Vorführung der IKONN-Fernbedienung an, welches Alltagshelfern eine Stimme verleiht. Um 14:00 Uhr stellt Optik Henze verschiedene Hilfsmittel von Beleuchtung bis hin zu vergrößernden Sehhilfen vor.

Bitte beachten Sie, dass es zu kurzfristigen Änderungen der eingeladenen Firmen und Vorträge kommen kann. Die Blickpunkt-Auge-Beratungsstelle ist während der gesamten Ausstellung für Sie geöffnet. Eine vorherige Anmeldung ist hierzu nicht erforderlich. Während der Herbst-Hilfsmittelausstellung bieten wir, wie gewohnt, Kaffee und Brezen zum kleinen Preis an. Bei Fragen steht Ihnen die Hilfsmittelberatung Nordbayern unter der 0911 23600-11 gerne zur Verfügung. Ebenso finden Sie die aktuellen Informationen auf unserer Webseite www.bbsb.org. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Hilfsmittelausstellung in Südbayern

Winter: Darüber informiert jetzt Sophia Mörtl, Hilfsmittelberatung Südbayern.

Sophia Mörtl: Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, liebe Leserinnen und Leser, die Hilfsmittelberatung Südbayern veranstaltet wieder gemeinsam mit der Blickpunkt-Auge-Beratungsstelle der Bezirksgruppe Oberbayern-München die diesjährige Herbst-Hilfsmittelausstellung. Diese findet am Samstag, den 10. Oktober, von 10:00 bis 16:00 Uhr in den Räumen der Landesgeschäftsstelle des BBSB, Arnulfstraße 22, in München statt.

Folgende Firmen haben bereits zugesagt: Der Deutsche Hilfsmittelvertrieb (DHV) bringt sein breites Angebot an Haushalts- und Alltagshilfen mit. Reinecker Vision präsentiert ihr vielseitiges Angebot an mobilen und stationären vergrößernden Seehilfen, Vorlesesysteme sowie Braille-Systeme. Die Firma Papenmeier zeigt EDV-Lösungen und Dienstleistungen sowie Braillezeilen, PC-Kamerasysteme und Software. Steller Technology hat vergrößernde Hilfsmittel, Braillezeilen, Screenreader und Beleuchtung für den Arbeitsplatz als auch für den privaten Bereich. Die Firma Inventivio präsentiert den Tactonom Reader, der grafische Informationen für blinde und sehbehinderte Menschen zugänglich macht. Das Berufsförderungswerk Würzburg stellt seine Angebote zur beruflichen Integration und Wiedereinstiegsmöglichkeiten in das Berufsleben vor. Ebenso steht der Integrationsfachdienst München-Freising bei allen Fragen zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben zur Verfügung. Und passend zu diesen Themen stellt sich das Forum Arbeit und Beruf (FArBe) sowie der Arbeitskreis Eltern des BBSB vor. Die Firma Rehan zeigt verschiedene vergrößernde Seehilfen sowie Daisy Player und Vorlesesysteme. Wir haben auch wieder einen spezialisierten Low-Vision-Optiker eingeladen. Dieses Jahr begrüßen wir Optik Riess aus München, der sein Angebot an optischen Seehilfen, Kantenfilterbrillen und Beleuchtung mitbringt. Ebenso freuen wir uns, Ihnen die Kursangebote für Menschen mit Sehbeeinträchtigung für Pilates und einer orientalischen Bauchtanzgruppe näher bringen zu können. Auch steht die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung EUTB® für Informationen und Fragen zur Verfügung.

Bitte beachten Sie, dass es immer zu kurzfristigen Änderungen kommen kann. Die Blickpunkt-Auge-Beratungsstelle ist während der gesamten Ausstellung für Sie geöffnet. Aktuelle Informationen zur Ausstellung finden Sie auf unserer Webseite unter www.bbsb.org unter der Rubrik Termine. Für weitere Fragen erreichen Sie die Hilfsmittelberatung Südbayern telefonisch unter der 089 55988-115. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Hilfsmittelausstellung in Marktredwitz

Am Freitag, 2. Oktober 2026, hat das Team der Bezirksgruppe Oberfranken von 10:00 bis 15:00 Uhr eine Hilfsmittelausstellung im Egerland-Kulturhaus, Fikentscherstraße 24 in Marktredwitz, organisiert. Hier haben Sie und Ihre Angehörigen die Gelegenheit, neue und bewährte Hilfsmittel und spezielle Angebote unmittelbar kennenzulernen.

Vertreten sind folgende Firmen (Änderungen vorbehalten): Landeshilfsmittelzentrum Dresden, Hedo Reha-Technik GmbH, Reha-Klinik Masserberg, Rohrmüller Computer, Reha-Technik, Optiker Völkel, feelSpace GmbH Navigationsgürtel. Und natürlich ist auch das Team der Bezirksgruppe anwesend, um Fragen rund um das Thema Blindheit und Sehbehinderung zu beantworten. Die Schirmherrschaft über diese Veranstaltung hat der Oberbürgermeister von Marktretwitz, Herr Oliver Weigel.

Für die Bereiche Hof-Bayreuth-Kulmbach werden Bustransfers angeboten. Damit die Zustiege und Abfahrtszeiten rechtzeitig geplant werden können, ist Ihre Anmeldung in der Beratungsstelle Bayreuth bis zum 14. September erforderlich. Telefon 0921 1512600, E-Mail: bayreuth@bbsb.org. Der Eintritt ist frei.

Feier zum 40-jährigen BIT-Jubiläum

Die offizielle Jubiläumsfeier „40 Jahre BIT-Zentrum“ fand am 1. Juli 2026 von 15:00 bis 18:00 Uhr mit geladenen Gästen, bestehend aus Unterstützern, Spendern, Wegbegleitern und Mitarbeitenden des BIT-Zentrums statt. Insgesamt nahmen 70 Personen teil. Das Programm war abwechslungsreich und unterhaltsam. Nach der Begrüßung von Judith Faltl, Landesvorsitzende des BBSB, führte Robert Müller, Leiter des BIT-Zentrums, launig durch den Nachmittag. Sein Überblick über vierzig Jahre Mediengeschichte im Zeitraffer bot einen interessanten Einblick in die Arbeit des BIT-Zentrums und die technischen Entwicklungen in den letzten vier Jahrzehnten. Bernd Benecke, BR-Hörfilmredakteur, knüpfte daran an und unterhielt die Gäste bestens mit der Geschichte über die Entwicklung der Audiodeskription von Filmen.

Das gesamte Team des BIT-Zentrums stand bereit und zeigte Einblicke in die jeweilige Arbeit und beantwortete alle Fragen der Gäste. Nach der Stärkung am Buffet unterhielt Gösta Barthelmes die Gäste mit einer Lesung und prominenten Gästen, alles in einer Person, denn er ist Sprecher und Stimmenimitator.

Zu guter Letzt befasste sich Dr. Aleksander Pavkovic mit der Frage, was KI für blinde und sehbehinderte Menschen leistet. Unsere Gäste haben an diesem Nachmittag viel Neues erfahren und wir haben uns sehr gefreut, ins Gespräch zu kommen.

Quelle, Pressemitteilung des BBSB auf Instagram

40 Jahre BIT-Zentrum

Teil 4: Die Menschen hinter der Arbeit, Teil 2

Hören Sie einen Beitrag von Robert Müller, Leitung Beratungs-, Informations- und Textservice-Zentrum.

Geschichten aus dem BIT-Zentrum: 40 Jahre BIT-Zentrum

Aus Anlass des Jubiläums beleuchten wir in den kommenden Ausgaben der Bayernrundschau in loser Folge jeweils bestimmte Ereignisse und Entwicklungen aus dem BIT-Zentrum. Folge 4: Die Menschen hinter der Arbeit Teil 2. Heute stelle ich Ihnen vor, wer für die lauten und leisen Töne im BIT-Zentrum verantwortlich ist, was es mit dem individuellen Aufspracheservice auf sich hat und welche Bücher beim Bestellservice besonders beliebt sind.

Wir kommen zum BIT-Aufspracheservice. Karin Ondertoller, was hat dich denn am BIT-Aufspracheservice gereizt und was kannst du unseren Hörern so zu deiner Person erzählen?

Karin Ondertoller: Ja, da würde ich gerne in umgekehrter Reihenfolge antworten. Nicht, weil ich so wahnsinnig wichtig bin, sondern weil sich dann eher eine schlüssige Erklärung für das BIT oder meine Entscheidung für das BIT ergibt. Ich komme aus München, zumindest an Jahren bin ich nicht mehr ganz so jung, habe jetzt auch schon eine 5 vorne dran stehen und habe vor knapp zwei Jahren im BIT-Zentrum angefangen. Ich bin ausgebildete Übersetzerin und Dolmetscherin und habe dann irgendwann aufgrund der Sprachkenntnisse in einer Wirtschaftskanzlei angefangen zu arbeiten in der Patentabteilung und habe da einige Jahre die Formalsachbearbeitung gemacht, was ziemlich trocken und gespreizt klingt und auch war. Und so komme ich dann auch zu deiner ersten Frage. Irgendwann war es mit den Fristen und den Patenten mal genug und ich dachte mir, es wäre doch mal schön, was Neues und was anderes zu sehen. Da hat mich am BIT-Zentrum oder an der Stelle gereizt, dass man wirklich den konkreten Menschen mit dem konkreten Anlass oder Wunsch hat, den wir ihm erfüllen können. Und das fand ich eine sehr schöne Idee, und so kam es dazu.

Müller: Ich hoffe, du bist bisher zufrieden. Und für die, die sich nicht so gut mit dem Aufspracheservice auskennen, wie funktioniert der denn und wer darf ihn überhaupt nutzen?

Ondertoller: Also der funktioniert erstens mal dank des Engagements zahlreicher ehrenamtlicher Sprecherinnen und Sprecher. Viele sind schon seit Jahrzehnten treu und darüber freuen wir uns sehr und das ist wirklich eine sehr wertvolle Stütze für unsere Arbeit hier. Und konkret bedeutet das, dass jemand, also eine blinde oder sehbehinderte Person, die einen Buchwunsch hat, ein Buch, das so noch nicht für die Person als Hörbuch zugänglich ist, die wendet sich dann an uns: ‚Hier, ich hätte gern dieses Buch als Hörbuch, könnt ihr das für mich machen?‘ Und in der Regel machen wir das dann auch.

Müller: Ist es denn schwer, Sprecher für die Kundenaufträge zu finden?

Ondertoller: Also nachdem wir an die 30 ehrenamtliche Sprecherinnen und Sprecher haben, findet sich in der Regel eigentlich schon immer jemand, der den Auftrag dann übernimmt. Ich glaube, es gibt nur ganz, ganz wenige Ausnahmen, wo wir dann das Buch zurückschicken müssen an den Kunden, weil keiner sagt, ich möchte es machen, aber in der Regel kriegen wir es hin.

Müller: Und nicht ganz unwichtig: was kostet es eigentlich, sein Wunschbuch auflesen zu lassen?

Ondertoller: Da muss ich jetzt auf meinen Spickzettel schauen, weil ich mit Zahlen wirklich sehr schlecht bin. Es ist so, dass 12 Euro bis 90 Minuten Laufzeit berechnet werden und dann 4 Euro je weitere 30 Minuten. Und mir persönlich würde das jetzt auch nicht viel sagen, deswegen habe ich mal ein Beispiel mitgebracht. Ein Roman, zum Beispiel in Taschenbuchformat mit ungefähr 270 Seiten, ist auf 494 Minuten Spielzeit hinausgelaufen – und das waren dann 68 Euro Produktionskosten.

Müller: Wunderbar. Jetzt trotz deiner relativ kurzen Zeit hier sind natürlich schon wahnsinnig viele Aufträge durch deine Hand gelaufen, weil wir mit Zeitschriften gerechnet über 300 Produktionen im Jahr haben. Welche davon werden dir in guter und welche vielleicht in schlechter Erinnerung bleiben?

Ondertoller: Also bis jetzt habe ich nur gute in Erinnerung. Über die schlechten können wir vielleicht dann in ein paar Jahren noch mal sprechen. Da fällt mir zum Beispiel eine Familienchronik ein. Sowas ist natürlich wahnsinnig spannend zu sehen, dass überhaupt ein Mensch sich mal die Arbeit gemacht hat, die Familiengeschichte niederzuschreiben, und jetzt eben ein Kunde oder eine Kundin sagt: ‚Hier, das wurde bei uns gefunden, ich kann es nicht lesen, können Sie das bitte für mich aufsprechen?‘ Und das ist ja auch ein zeitgeschichtliches Dokument, so etwas höchst Privates, Familiäres. Und das finde ich also sehr schön, dass wir das dann für diese Kundin zugänglich machen können. Was mich auch immer freut, ist, wenn Kunden einen Titel haben, der ihnen aus welchen Gründen auch immer eben am Herzen liegt. Es gab mal ein Lehrbuch, das begleitend für eine Ausbildung benötigt wurde, mit vielen Schaukästen, Tabellen, also auch jetzt wirklich nicht leicht für die Sprecherin in dem Fall, die das dann übernommen hat. Und die hat sich sehr viel Mühe und Arbeit damit gemacht und das hat der Kunde auch gemerkt und zu schätzen gewusst. Und so positives Feedback ist dann natürlich immer schön, wenn wir das bekommen und dann auch an die Sprecherinnen und Sprecher weitergeben können.

Müller: Ganz lieben Dank für die ganzen Informationen, Karin.

Ondertoller: Sehr gerne.

Müller: Und liebe Hörerinnen und Hörer, Sie können sich natürlich gerne melden und sich dann auch persönlich von Frau Ondertoller beraten lassen zu Ihrem Buch. Ich glaube, da stehst du immer gerne zur Verfügung.

Ondertoller: Natürlich, sehr gerne. Entweder per E-Mail oder per Telefon. Wenn Sie mich nicht erreichen, gerne Nachricht hinterlassen oder über den Herrn Färber vom Bestellservice. Es kommt eigentlich immer alles bei mir an.

Müller: Ja, nun begrüße ich herzlich im BIT-Studio den Mann, der hier zu Hause ist aus der Audiotechnik, Martin Schultz. Martin, seit wann bist du für den Audiobereich tätig? Wie bist du zum BIT-Zentrum gekommen und wieso eigentlich?

Martin Schultz: Ich bin seit April 2011 hier. Die Stelle gefunden habe ich tatsächlich über die Seite des Arbeitsamtes, habe mich hier gemeldet und bin genommen worden. Hintergrund dafür, dass ich genommen wurde, neben meiner Freundlichkeit und Ausstrahlung [lacht]: vermutlich meine Tätigkeit davor. Ich habe lange Zeit im Buchhandel gearbeitet und interessiere mich privat für Musik, mache Musik, mische Musik ab. Das heißt, ich habe hier so zwei Komponenten erfüllt, die dem Anforderungsprofil der ausgeschriebenen Stelle entsprachen. Exakt so: Literaturkenntnisse und technische Kenntnisse.

Müller: Jetzt mit diesen Kenntnissen und was du jetzt in den Jahren erlebt hast, was waren bisher die kuriosesten, schönsten oder auch schrecklichsten Aufträge, die dir in Erinnerung geblieben sind?

Schultz: Es gab so ein paar Kuriose, da kann ich mich aber aus Datenschutzgründen nicht zu äußern, die inhaltlich zum Aufsprechen ziemlich an die Belastungsgrenze gegangen sind. Aber wie gesagt, kann ich jetzt nicht näher darauf eingehen. Was schön war, ja, wir hatten so ein paar selbstgeschriebene Geschichten, wo auch so ein München-Bezug mit drin war, die ich mal gesprochen habe. Das hat Spaß gemacht, weil: da hat man so Sachen wiederentdeckt, das war recht schön. Richtig anstrengend – da habe ich mich mal breitschlagen lassen, um hier auch (ich spreche jetzt dauernd übrigens von Erlebnissen als Sprecher, was ich nur ganz selten mache) –, aber ich bin mal eingesprungen für eine Stadtchronik, recht enthusiastisch reingegangen in die Sache. Und dann aber kamen irgendwann an Schluss nur noch Tabellen über Straßenzüge, wer wann dort gewohnt hat und wie viel Grundstück ihm gehörte. Und das hörte nicht mehr auf und das hat mich fast um den Verstand gebracht. So kann ich dann auch oft die Sorgen und Nöte der Sprecher nachvollziehen.

Müller: Jetzt betreust du ja auch die Zeitschriften technisch. Welche davon kannst du denn besonders empfehlen?

Schultz: Da kann ich natürlich keine hervorheben, die sind natürlich alle fantastisch. Ich fange mal an mit dem Neuen Blatt, was wir zweimal im Monat liefern. Das macht die Frau Fänder sehr schön. Das sind so Geschichten aus den Königshäusern und alles, was die Celebrities uns liefern, wird da dargestellt. Dann gibt es auch immer ein Kochrezept, Reise-Tipps und so weiter und so fort. Das Horoskop am Ende, ganz wichtig. Dann haben wir so ungefähr in die gleiche Kerbe schlagend ein Abonnement, ‚Das Berghotel‘ und ‚Der Bergdoktor‘ im monatlichen Wechsel. Dann haben wir die Zeitschrift Ökotest, die wir monatlich auflesen, auszugsweise. Und dann haben wir noch die Combit, das sind Artikel aus der Chip und der c‘t, die lesen wir auch monatlich auf. Und ganz am Schluss haben wir dann noch ‚Die Seewölfe‘, eine Abenteuerromanfortsetzung. Jeder Ausgabe, ich glaube, so an die zwei Stunden sind das ungefähr, erscheint auch monatlich.

Müller: Wunderbar. Gibt es bei deiner Arbeit besondere technische Herausforderungen oder ist das inzwischen sehr viel Routine?

Schultz: Das ist – wie wahrscheinlich wirklich jede Arbeit – spätestens nach zehn Jahren schon sehr viel Routine. Man kennt einfach die Stellen, wo irgendwas passieren kann, also wo Versprecher sein können oder wo unbeabsichtigte Pausen sind und man hat so seine Tricks und Kniffe, wie man diesen Stellen möglichst zielgerichtet auf die Spur kommt.

Müller: Hast du außer den Hörbuchproduktionen noch andere Projekte, die du betreust?

Schultz: Da kann ich nur vermuten, dass du auf dein und mein Lieblingsprojekt ansprichst, nämlich den 3D-Druck. Wir oder der Robert hatte sich zumindest gedacht, 3D-Druck ist ein Thema, das irgendwie gut zum BIT passt und irgendwie müssen wir da eintauchen. Und dann haben wir uns überlegt, oder Robert hat sich überlegt, wie man da den individuellen Auftrag umsetzen kann und ist auf eine Software gestoßen, die uns 3D-Daten von OpenStreetMap in Druckerdaten umwandelt und so die Möglichkeit gibt, dass wir im Prinzip von jeder Stelle weltweit einen Stadtplan, einen Lageplan ausdrucken können. Und die technische Auseinandersetzung habe dann ich übernommen, auch sehr gerne, weil es mich einfach interessiert hat. War am Anfang auch eine Irrsinnsnachfrage. Wir haben immer wieder Projekte, auch selbstgestellte Projekte, zum Beispiel jetzt aktuell die Mülltonnenaufkleber, damit man auch als blinder oder sehbehinderter Mensch die richtige Tonne dem richtigen Müll zuordnen kann, also Papier, Restmüll, Biomüll und die Gelbe Tonne. Und zum Beispiel die verschiedenen Aufmerksamkeitsfelder oder Leitlinienfelder. Da hatten wir mal eine Mappe zusammengestellt, wie so Felder im Idealfall auszusehen haben. Das war dann fürs Team Barrierefreiheit, glaube ich, gemacht.

Müller: Ja, vielen Dank, Martin, für die Informationen. Und wenn Sie sich dafür interessieren oder auch sowohl Hörbücher oder die Plaketten oder mal eine 3D-Karte bestellen wollen, dann machen Sie das beim Bestellservice. Und zu dem kommen wir jetzt.

Neben mir Ottmar Färber. Ottmar, für die Menschen, die dich noch nicht kennen, wie würdest du dich beschreiben?

Ottmar Färber: Ja, wie würde ich mich beschreiben? In erster Linie arbeite ich gerne mit Menschen zusammen. Bin auch da froh, beim Bestellservice mit so vielen netten Menschen Kontakt zu haben. Außerdem bin ich ja für den kaufmännischen Bereich zuständig und bin da, ich sage mal, so ganz, einfach der Zahlenmensch.

Müller: Wenn man im BIT-Zentrum etwas bestellen möchte, wie erfährt man denn überhaupt von den neuen Titeln im Bit-Angebot?

Färber: In erster Linie haben wir ja unser BIT-Info. Das ist kostenlos und erscheint fünfmal im Jahr. Das ist das Winterinfo, Osterinfo, Sommerinfo, Herbstinfo und Weihnachtsinfo. Sie haben die Möglichkeit, das als Mail, als Download, Punktschrift, Schwarzschrift oder als DAISY-CD zu beziehen, finden natürlich auch alles auf unserer Homepage. Dann gibt es noch das BIT aktuell, das sechsmal im Jahr auf der Bayernrundschau erscheint.

Müller: Und wenn man dann gut informiert ist und Sachen bestellt, und das ganz, ganz viele machen: Dann gibt es bestimmt ein paar Bestseller. Was sind denn die beliebtesten Titel von unseren Kundinnen und Kunden?

Färber: Da brauche ich nicht lange zu überlegen. Das sind die Ernährungs-Docs und überhaupt alles, was mit der Gesundheit zu tun hat. Ich habe gerade mal nachgeschaut, da haben wir schon über 20 Titel dazu. Ansonsten natürlich die Sightviews, die Interviews von Herrn Stahlberg von der SightCity, das ist unser Bestseller seit Jahren. Und auch aktuell würde ich mal sagen: Alles, was du über das Wetter wissen musst, ist ein Bestseller. Und dann auch noch ‚Sechs Jahre im Haus F eingesperrt, geschlagen, ruhiggestellt, meine Kindheit in der Psychiatrie‘. Das sind so aktuelle Titel.

Müller: Weißt du noch, wie lange du schon im BIT-Zentrum beim Bestellservice bist und wie bist du überhaupt dorthin gekommen?

Färber: Ich habe im BIT-Zentrum am 1. Dezember 2010 begonnen, war vorher in der Hausverwaltung, da gab es dann eine Umstrukturierung und dann wurde ich gefragt, ob ich im BIT-Zentrum beginnen will. Und ja, so hat sich das alles entwickelt. Ich bin ja nicht nur für den Bestellservice zuständig, sondern auch, wie gesagt, für den kompletten kaufmännischen Bereich, also Buchhaltung, ich schreibe die Rechnungen und alles, was dann sonst so im kaufmännischen Bereich anfällt.

Müller: Ich habe das mal kurz ausgerechnet. Du bist also jetzt schon über 15 Jahre im BIT-Bestellservice. Gab es da Erlebnisse oder Bestellungen, die dir noch besonders in Erinnerung geblieben sind?

Färber: Nein, das würde ich so nicht sagen, sondern das besondere Erlebnis ist für mich, wenn Kundinnen oder Kunden anrufen, nach dem Buch fragen oder nach dem Autor fragen und ich auch da weiterhelfen kann. Und diese Freude dann auch: ‚Oh ja, das habt ihr, das ist ja wunderbar‘. Oder wenn wir unser BIT-Info rausschicken und Anrufe kommen: ‚Oh, auf dieses Buch habe ich schon lange gewartet‘ oder ‚Von diesem Autor habt ihr da wieder was Neues‘. Das ist das Erlebnis und diese große Freude, wenn Kunden so zufrieden mit unserer Arbeit sind und auch mit unseren Titeln, die wir anbieten.

Müller: Vielen Dank, Ottmar. Dann gehe ich mal davon aus und ich hoffe, du stimmst mir dazu, dass da mindestens noch mal zehn Jahre folgen.

Färber: Ja, ich versuch‘s, aber ich glaube nicht ganz. Ich bin jetzt schon in einem Alter, wo ich vielleicht dann doch irgendwann in Rente gehe. Aber ein paar Jahre werden es auf alle Fälle sein, genau weiß ich es noch nicht. Aber die Arbeit macht mir große Freude, und vor allem mit unseren ganz lieben Kunden, das macht sehr viel Spaß.

Sport

Anton Lindenmair gewinnt 25. DBSB-Seniorenmeisterschaft

Baunatal bei Kassel war vom 2. bis 8. Juli Austragungsort der 25. Senioren-Einzelmeisterschaft des Deutschen Blinden- und Sehbehinderten-Schachbundes (DBSB). Da der Titelverteidiger aus gesundheitlichen Gründen fehlte, stand bereits vor Turnierbeginn fest, es würde einen neuen Champion geben.

Nach sieben Runden des spannenden Turniers mit zehn Teilnehmern lagen am Ende drei Spieler, punktgleich mit je 5,0 Zählern, an der Spitze. Die Feinwertung nach Buchholz entschied schließlich über den Titel. Anton Lindenmair aus Augsburg setzte sich knapp durch und krönte sich erstmals zum Deutschen Seniorenmeister des DBSB. Platz 2 belegte Gerd Schulz aus Hanau, gefolgt vom Rekordmeister Dieter Riegler aus Heidelberg auf dem dritten Rang. Herzlichen Dank, Anton Lindenmair, für die Übermittlung der Ergebnisse.

Und herzlichen Glückwunsch!

BIT-Aktuell

September 2026

Elisabeth Büchle: Himmel über fremdem Land. Die Meindorff-Trilogie. Band 1

Im Vorfeld des Ersten Weltkrieges geht die Niederländerin Tilla van Campen eine arrangierte Ehe mit einem Berliner Industriellen ein. Ihre 13-jährige Schwester Demy begleitet sie nur widerwillig in die Großstadt. Für das lebhafte Mädchen ist der steife Lebensstil der Familie Meindorff und die strenge Erziehung durch eine Gouvernante die reinste Folter. Dann beginnt sich die politische Lage in Berlin zuzuspitzen. Sprecherin: Lucia Suerhoff

Best.-Nr.: A12942-Y1

DAISY-Hörbuch: 1.070 Min., 1 CD: statt 39,00 € nur 29,00 €

Elisabeth Büchle: Das Mädchen aus Herrnhut. Roman

Der Historiker Daniel Ritter ist fasziniert von einer Holzfigur, die ein junges Mädchen mit Umhang darstellt. Ihre Spur führt zurück bis ins Mittelalter und sie ist gesäumt von mysteriösen Todesfällen und seltsamen Verstrickungen. Was verbindet Luise, eine Frau, die im 18. Jahrhundert in der Herrnhuter Gemeinschaft lebte, mit der jungen, modernen Lehrerin Emma Fischer? Daniel, der schon bald auch von Emma fasziniert ist, macht sich gemeinsam mit ihr an die Nachforschungen. Sprecherin: Helga Neumärker

Best.-Nr.: A09090-Y1

DAISY-Hörbuch, 925 Min., 1 CD: statt 39,00 € nur 29,00 €

Higgi Jones: Humorvolle Kurzgeschichten für Senioren. Die 40er Jahre

In 50 humorvollen Kurzgeschichten aus den Jahren 1940 bis 1949 erleben wir den Alltag einer Generation, die trotz Rationierungsmarken, Speisekammern voller Luft und improvisierter Hochzeitstorten nie ihren Lebensmut verlor. Ein liebevoller Blick zurück auf eine Dekade voller Herausforderungen, Zusammenhalt und dem unbezahlbaren Geschenk des Humors in dunklen Zeiten. Sprecher: Lothar Palsa

Best.-Nr.: A13111-Y1

DAISY-Hörbuch, 209 Min., 1 CD: 19,00 €

Toni Jordan: Tausend kleine Schritte

Grace Lisa Vandenburg zählt alles, was sie umgibt, jede Kleinigkeit: die Schritte bis zu ihrem Lieblingscafé (920), die Streusel auf ihrem Orangenkuchen (12-92) und die Buchstaben ihres Namens (19). Erst Seamus O‘Reilly und sein unwiderstehlicher Wunsch, hinter das Geheimnis ihres Lebens zu kommen, lässt sie die Kontrolle verlieren. Eine kuriose und witzige Liebesgeschichte – von Herzen empfehlenswert (Westdeutscher Rundfunk, Christine Westermann).

Best.-Nr.: A03327-PK1

Kurzschrift, 399 S., 2 Ordner: statt 48,00 € nur 38,00 €

Carlo M.Martini: Seht die Frau. Lebenswege mit Maria

„Die erste große Forscherin und Führerin im geheimnisvollen Reich der Frau ist Maria: sie lehrt uns, dass es darauf ankommt, zu sein und zu leben, nicht zu reden. Hier liegt ihre erste und wichtigste Aufgabe: ganz sie selbst zu sein und so den Vorrang des Seins vor dem Tun, des Gotteswortes vor den Wörtern zu unterstreichen.“ Mit dieser geistlichen Betrachtung der Gestalt Marias setzt Kardinal Martini seine weitverbreiteten und geschätzten Meditationen fort. Sprecherin: Annaserena Bikafalvi Máthé

Best.-Nr.: A12952-Y1

DAISY-Hörbuch, 275 Min., 1 CD: 19,00 €

Matthias Riedl: Der Ernährungs-Doc. Schlank mit System. Mit dem 20:80-Prinzip entspannt zum Wohlfühlgewicht

Sie möchten Ihr Wunschgewicht erreichen, aber strenge Diäten und starre Regeln passen nicht zu Ihrem Alltag? „Schlank mit System“ basiert auf dem erfolgreichen 20:80-Prinzip von Dr. Matthias Riedl. Dieses Buch richtet sich an alle, die mit wenigen, gezielten Veränderungen endlich dauerhaft abnehmen möchten. Statt Kalorien zu zählen oder strikte Verbote einzuhalten, bietet es praktische, alltagstaugliche Strategien, die direkt in den eigenen Lebensstil integrierbar sind. Sprecherin: Karin May

Best.-Nr.: A13037-Y1

DAISY-Hörbuch, 336 Min., 1 CD: 19,00 €

Rainer M.Schießler: Engel auf vier Pfoten

Rainer Maria Schießler war in seiner Kindheit oft bei Verwandten auf einem Bauernhof – und er liebt Tiere von klein auf. Immer schon wollte er einen Hund haben – oder eine Katze. Beide Träume hat er sich als Erwachsener erfüllt. Die kleinen „tierischen Engel“ liegen dem beliebten Pfarrer so sehr am Herzen, dass er regelmäßig „Viecherlmessen“ hält. Mehrere hundert Menschen kommen mit ihren Haustieren, um sie segnen zu lassen. Nicht zuletzt durch eigene Erfahrungen weiß er, wieviel Glück Tiere ins Leben bringen. Sprecher: Peter Unglert

Best.-Nr.: A13032-Y1

DAISY-Hörbuch, 302 Min., 1 CD: 19,00 €

Rosina Sonnenschmidt: Die Schüßler-Therapie mit 36 Mineralsalzen (Lehrbuch ohne Farbtafeln)

Die Schüßler-Salze zählen auch 140 Jahre nach ihrer Entdeckung zu den beliebtesten naturheilkundlichen Therapien. Neben den klassischen Salzen 1–12 erläutert die Autorin erstmals auch die Gesichts- und Körperzeichen der weniger bekannten Salze 13–27. Als Neuheit beschreibt sie weitere neun Salze, die sich bei ihr in der Praxis als sehr nützlich erwiesen haben und für die heutige Zeit besonders wichtig sind.

(Übertragung in Braille ohne Beiheft mit Farbtafeln.)

Best.-Nr.: A12959-PK1Kurzschrift, 280 S., 2 Ordner: 36,00 €

Best.-Nr.: A12959-PV1Vollschrift, 358 S., 2 Ordner: 36,00 €

Kontakt und Bestelldaten:

Tel.:089 55988-136 (Herr Färber)

089 55988-144 (AB)

Fax:089 55988-336

Mail:bit-bestellservice@bbsb.org

Internet:www.bit-zentrum.bbsb.org

Post:BBSB e. V. – BIT-ZentrumArnulfstr. 22, 80335 München

Nachrichten aus dem AURA-HOTEL Saulgrub

Veranstaltungen

Folgende Veranstaltungen empfiehlt das AURA-HOTEL.

Erste-Hilfe-Kurs: Gut vorbereitet sein für den Ernstfall

Dieser speziell auf blinde und sehbehinderte Menschen zugeschnittene Kurs vermittelt an drei Tagen alle wichtigen Grundlagen der Ersten Hilfe nach den aktuellen Vorgaben der Berufsgenossenschaften. Die Referenten vom Malteser Hilfsdienst behandeln mit Ihnen unter anderem lebensrettende Maßnahmen, z.B. Notruf, stabile Seitenlage, Wiederbelebung, die Versorgung von Wunden und das Anlegen von Verbänden. Tipps zum Erkennen und Erstversorgung von Notfällen stehen ebenso auf dem Programm wie viel Raum für praktisches Üben. So sind sie künftig in Notfallsituationen optimal vorbereitet, ob zu Hause, im Beruf oder unterwegs.

Buchbar vom 1. bis 5. November 2026.

Es gelten die aktuellen Hotelpreise 2026 zuzüglich 150 Euro Kursgebühr.

Leitung Siegfried Messner vom Malteser Hilfsdienst e. V.

Gut gewappnet: Unser Selbstverteidigungskurs

Selbstsicheres Auftreten, Selbstschutz und Prävention durch Selbstverteidigung. Das sind die Inhalte für unseren neuen Workshop, speziell für blinde und seheingeschränkte Männer und Frauen jeden Alters. Lernen Sie, sich mit Alltagsgegenständen wie Schirm, Blindenstock, Kuli & Co. effektiv zu verteidigen. Außerdem kombiniert der Kurs praktische Selbstschutztechniken mit Energie und Atemübungen, Qi-Training, Bewegungsschule, internem Selbstverteidigungssystem und Tai Chi. Neben den praktischen Übungen steht die Stärkung des Selbstbewusstseins im Mittelpunkt.

Buchbar vom 7. bis 11. November 2026.

Es gelten die aktuellen Hotelpreise 2026 zuzüglich 310 Euro Teilnahmegebühr.

Leitung Klaus Pirker, staatlich geprüfter Sportlehrwart.

Brailleschrift-Intensivkurs für Anfänger

Nachlassende Sehkraft oder eine Erblindung verändern den Alltag oft grundlegend. Die Brailleschrift kann dabei helfen, wieder mehr Selbstständigkeit und Sicherheit zurückzugewinnen, sei es beim Lesen, beim Beschriften von Gegenständen oder beim Anfertigen eigener Notizen. Im AURA-HOTEL Saulgrub bieten wir im November 2026/März 2027 einen besonderen Intensivkurs für späterblindete und sehbehinderte Menschen an. In kleinen Gruppen mit maximal sechs Teilnehmenden lernen Sie Schritt für Schritt Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen kennen und wenden das Erlernte direkt im Alltag an. Dank unserer barrierefreien Hotelumgebung können die neuen Fähigkeiten direkt praktisch erprobt werden, zum Beispiel beim Orientieren im Haus oder beim Lesen von Beschriftungen. In der kursfreien Zeit können Sie Brett- und Kartenspiele mit Braille ausprobieren, die hauseigene Braille-Bibliothek besuchen und an Ausflügen mit dem Team der Gästebetreuung teilnehmen, deren Ausschreibung natürlich auch in Brailleschrift verfasst ist. Eine erfahrene, selbst späterblindete Referentin begleitet Sie persönlich durch den Kurs.

Buchbar vom 8. bis 20. November 2026.

Die Teilnahmegebühr beträgt 75 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die Unterkunft und Verpflegung an den Wochenenden zwischen den Kursblöcken 13. bis 15.11. Insgesamt zwei Übernachtungen mit Halbpension.

Eine Begleitperson ist nicht erforderlich.

iPhone Lite, ein Kurs für Einsteiger

Sie kennen Ihr iPhone noch nicht so richtig? Dann ist das der passende Workshop für Sie. Sie lernen Gesten zur Navigation auf Ihrem iPhone, schreiben auf der virtuellen Tastatur, finden und starten von Apps Verwalten eines persönlichen Kalenders Aufnehmen von Telefonnummern und Adressen manuell oder automatisiert. Selbstverständlich werden auch Fragen und Wünsche der Teilnehmenden berücksichtigt. Voraussetzungen: Kopfhörer für den Kurs zwingend erforderlich. iPhone mit mindestens Betriebssystem iOS 16.7, Kennwörter für App Store und so weiter.

Buchbar vom 22. bis 28. November 2026.

Es gelten die aktuellen Hotelpreise 2026 zuzüglich 420 Euro Teilnahmegebühr.

Leitung Volker Tesar.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen und Preisen finden Sie auf www.aura-hotel.de/veranstaltungen.

Nähere Informationen und Anmeldung bei

AURA-HOTEL Saulgrub gGmbHAlte Römerstraße 41–43, 82442 SaulgrubTelefon 08845 99-0, Fax 0884599-121E-Mail: info@aura-hotel.deInternet: www.aura-hotel.de

Aktuelle Neuigkeiten über das AURA-HOTEL Saulgrub erfahren Sie auch immer über den Newsletter, Telefon: 08845 99366.

SightCity 2026

Hören Sie einen Beitrag von Christian Stahlberg.

Christian Stahlberg: Die SightCity 2026 ist vorbei. Drei Tage Frankfurt, gut 70 Gespräche, fast 50 Interviews und jetzt liegen all diese Eindrücke, Fragen und Antworten in meinen Podcast Sightviews für Sie zum Nachhören bereit. Zudem testen wir Produkte, denn Technik hilft nur, wenn man sie versteht. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Gerade in einem Bereich, der sich so schnell verändert wie der Hilfsmittelmarkt für blinde und sehbehinderte Menschen. In den knapp 50 Interviews erfahren Sie alles Wissenswerte zu smarten Blindenstöcken wie dem WeWalk oder Rango, zu Hinderniswarnern auf Ultraschallbasis wie Habric oder mit Kameras und Echtzeitbildverarbeitung, wie zum Beispiel DotLumen aus Rumänien.

Künstliche Intelligenz gibt es nun außerdem nicht nur in Geräten, die ins Internet gehen können. Neu sind zum Beispiel Vorlesesysteme, die lokal künstliche Intelligenz nutzen. Ideal, wenn sie kein Internet zu Hause haben oder sich nicht mit wackeligen WLAN-Verbindungen oder komplizierten Handytarifen beschäftigen möchten. Auch im Bereich der Braillezeilen gibt es viel Neues, zum Beispiel das BrailleSense 7 mit einer interessanten Kombination aus Braille- und Normaltastatur. HumanWare zeigte außerdem mit dem BrailleNote Evolve eine Kombination aus Braillezeile und Laptop. GaudioBraille bietet eine Verbindung aus Braillezeile und Handy. HelpTech zeigte mit der MyBraille gleich eine ganze Serie an Braillezeilen, die Sie ganz individuell an Ihre Bedürfnisse anpassen können. Angefangen bei der Anzahl der Braille-Module, über die Form der Tastkappen bis hin zu den internen Funktionen oder zusätzlichen Tasten.

Im Alltag entscheidet meistens aber nicht die Braillezeile darüber, ob ich zum Beispiel eine Internetseite oder einen Webshop gut bedienen kann oder an scheinbaren Barrieren scheitere. Entscheidend ist der Screenreader. JAWS ist immer noch weit verbreitet, NVDA holt aber gewaltig auf. Gleichzeitig wird künstliche Intelligenz auch in Screenreadern immer wichtiger. Ich spreche daher mit einer JAWS-Produktmanagerin des Herstellers Vispero und mit einem Support Manager von NV Access, dem Hersteller von NVDA. Sie bekommen einen Einblick, was die Screenreader in Zukunft alles können sollen und welche Änderungen für uns relevant sein werden.

Auch im Bereich von Alltagshilfen gab es mit der in alle Richtungen drehbaren „Roller“-Stockspitze aus den Niederlanden, einem Spülmaschinenindikator oder einer sprechenden Mikrowelle Neuheiten. Und der Deutsche Hilfsmittelvertrieb und das Landeshilfsmittelzentrum Dresden haben im Podcast wieder einen umfassenden Einblick in ihr Sortiment präsentiert.

All das und mehr können Sie in den rund 50 Interviews nachhören. Zusammen geben die Beiträge ein Bild davon, wo der Hilfsmittelmarkt gerade steht, was sich verändert, was bleibt und was gerade neu gedacht wird. Sie müssen kein Technikprofi sein, um zuzuhören. Ich erkläre, was die Geräte tun und für wen sie gedacht sein könnten. Ob Sie gerade zum ersten Mal über ein Hilfsmittel nachdenken oder schon lange mit dabei sind, Sightviews ist für alle, die sich eine eigene Meinung bilden wollen, nicht auf Basis von Hochglanzprospekten, sondern auf Basis echter Gespräche und aus Nutzersicht.

Sightviews ist kostenlos. Sie finden alle Beiträge auf www.sightviews.de oder leichter zu merken und zu schreiben www.hilfsmitteltester.de. Oder natürlich auch unter dem Namen Sightviews in Ihrer Podcast-App, auch auf Geräten wie dem Blind Shell oder dem Victor Reader Stream kann man uns finden. Wer lieber ohne Internet hört, beim BIT-Zentrum in München können Sie unter der Telefonnummer 089 55988-136 beim BIT-Bestellservice ein Daisy-Paket bestellen. Für 25 Euro erhalten Sie zwei CDs. Eine mit allen Interviews von der SightCity 2026, eine weitere mit Testberichten aus dem Podcast-Studio. Auf dieser zweiten CD sind zum Beispiel Testberichte zum Blind Shell Classic, zu den b.note Braillezeilen, zum smarten Blindenstock WeWalk oder ein Beitrag zu Tipps rund um Heißluftfritteusen enthalten. Das Paket wird voraussichtlich ab Anfang August 2026 ausgeliefert. Technik verstehen, Teilhabe stärken, das ist der Gedanke hinter Side-Views. Denn wer weiß, was ein Gerät kann und was nicht, trifft bessere Entscheidungen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Hören, Ihr Christian Stahlberg.

Blindenschrift-Adventskalender 2026

Bis zum Advent ist zwar noch etwas Zeit, aber es ist nie zu früh für sich oder für liebe Menschen eine Freude vorzubereiten. Auch in diesem Jahr haben wir wieder einige Anbieter zusammengestellt, die Adventskalender mit Blindenschrift im Programm haben.

Die Firma Kampmann bietet auch in diesem Jahr wieder einen Blindenschrift-Adventskalender an. Die Türchen sind mit geprägter Punktschrift für Blinde sowie mit übergroßgedruckten Ziffern für Sehbehinderte versehen. Dahinter verstecken sich 24 feine Gubor-Fairtrade-Schokoladenteile. Preis pro Stück 10,45 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Versandkosten für einen Kalender 4,95 Euro, für mehrere Kalender 7,95 Euro. Der Versand erfolgt per DHL. Die Bestellung ist ab sofort möglich. Letzter Bestelltermin ist der 4. Oktober 2026.

Bei Interesse wenden Sie sich an die Firma Kampmann GmbH International, Am Stadtgraben 1, 33829 Borgholzhausen, Telefon: 05425 9558282, Fax: 05425 9558288, E-Mail: info@kampmann-international.com, Internet www.kampmann-international.com.

Dann gibt es noch einen sehr guten Blindenschrift-Adventskalender der Confiserie Burg Lauenstein zum Preis von 29,95 Euro. Hinzu kommen noch Versandkosten. Ab einem Bestellwert von 50 Euro versandkostenfrei. Den Kalender gibt es mit zwei Motiven: „Bühne Deutschland“ ohne Alkohol, Artikel-Nr. 4562 oder „Burg Lauenstein“ mit Alkohol, Artikel-Nr. 4560. Die Türchen sind mit Blindenschrift und tastbaren Schwarzschriftziffern versehen. Der Adventskalender enthält 24 verschieden gefüllte Pralinen. Wenn Sie Interesse haben, wenden Sie sich an die Konfiserie Burg Lauenstein, Lauensteiner Straße 41, 96337 Ludwigsstadt, Tel.: 09263 9450, Internet: www.lauensteiner.de.

Auch die Firma Sawade bietet 2026 wieder Adventskalender mit Brailleschrift an. Es gibt das Motiv „Tannenbaum“ sowohl mit als auch ohne Alkohol. Sowohl die Türchen auf der Vorderseite als auch die Pralinensorten auf der Rückseite können ertastet werden. Bestellbar ab Oktober, Preis 60 Euro. Keine Versandkosten. Kontakt: Sawade GmbH, Wittestr. 26 e, 13509 Berlin, Tel.: 030 430060, E-Mail: service@sawade.berlin.

Musik- und Tanzworkshop am 24. Oktober 2026

Rosa Maria Dotzler hat gebeten, folgenden Text zu veröffentlichen.

Einladung zum Musik- und Tanzworkshop für blinde und sehbehinderte Menschen am Samstag, 24. Oktober 2026 in München

Wir, Rosa Maria Dotzler, Musiklehrerin und Chorleiterin, und Janina Rubin, Musik- und Tanzpädagogin, freuen uns, Sie zum nächsten Musik- und Tanzworkshop für blinde und sehbehinderte Menschen am Samstag, den 24. Oktober 2026, von 10:00 bis 17:00 Uhr, in die Räume des BBSB München in der Arnulfstraße 22 einzuladen. Die Einladung richtet sich an alle Altersgruppen. Wenn Sie Interesse an diesem Angebot haben, melden Sie sich gerne unter den folgenden Kontaktdaten:

Rosa Maria Dotzler, Telefon 03641 219462, Mobil 0170 8945395, E-Mail R.M.Dotzler@online.de,

Janina Rubin Mobil: 0043 650 9626982, Mail: rubinjanina@gmail.com.

Der Teilnahmebeitrag beträgt 50 Euro pro Person. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen gemeinsam einen Tag voller Musik und Tanz zu erleben.

Herzliche Grüße Rosa Maria Dotzler und Janina Rubin

Damit sind wir am Ende dieser Ausgabe angelangt. Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden, an meine Interviewpartner und an alle, die mir Informationen und Beiträge schicken. Wenn Sie auch Informationen oder Beiträge für unser Vereinsmagazin haben, melden Sie sich gerne bei mir, entweder unter der E-Mail-Adresse bayernrundschau@bbsb.org oder rufen Sie mich an: 09131 39274.

Im November hören wir uns wieder. Bis dahin wünsche ich Ihnen schöne Spätsommer- und Herbsttage.

Es grüßt Sie herzlich Ihre Jutta Winter

Über diesen Podcast

Die Bayernrundschau ist das Mitgliedermagazin des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes e. V. und steht Ihnen hier als Podcast zur Verfügung.

von und mit BBSB e. V.

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